Bildungsziele

Meine Arbeit mit den kleinen Hummeln basiert auf dem situationsorientiertem Ansatz. Ich gehe auf die Bedürfnisse, den Entwicklungsstand und die gegenwärtige Situation der Kinder ein , denn jede kleine Hummel ist etwas ganz Besonderes!

 

Auch, wenn meine Beschreibung meiner Hummelarbeit sehr kindgerecht ist, richte ich mich nach  dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des nds. Kultusministeriums ~ darin sind 9 Bildungsziele verankert, die ich mir sehr zu Herzen nehme, da sie die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern. Sie sind etwas gestelzt formuliert, aber beinhalten alles, was eine kleine Hummel braucht:

Emotionale Entwicklung und soziales Lernen


Die Entwicklung von Fähigkeiten, mit anderen Menschen zurechtzukommen und sich mit ihnen auszutauschen , ist ein wichtiges Bildungsziel. Kinder erleben Emotionen und lernen, diese zu verstehen ~ dies geschieht im Dialog mit ihren Bezugspersonen. Erst ab dem 3. Lebensjahr nimmt die Fähigkeit zu, Gefühle zu regulieren ~ dabei helfen oft ein Kuscheltier und ein Schmusetuch.
Ich nehme Emotionen meiner Hummeln ernst und respektiere sie. Ich finde es wichtig, Gefühle wiederzuspiegeln, weil das Kind seine Gefühle dadurch kennenlernt und meine respektvolle Resonanz ihm hilft, mit seinen Emotionen besser umgehen zu können.
Meine Hummeln lernen zum Beispiel, ein Spielzeug von einem anderen Kind zu erhalten, ohne dass dabei eine Hummel traurig sein muss oder sich Aggressionen entwickeln. Sie werden getröstet, wenn sie es möchten ~ die Entfaltung emotionaler Kompetenzen, der Ich-Entwicklung und das soziale Lernen sind eng miteinander verbunden. Das Verhalten und Vorbild, was ich meinen Hummeln entgegenbringe, prägt sie und hat Einfluss auf ihre Einstellungen und Gefühle. Empathie ~ die Position des Anderen übernehmen ~ ist grundlegend für das soziale Miteinander.
Meine Hummeln lernen unsere „kleine Farm“ kennen ~ den sozialen Umgang mit Hund, Katze und Kaninchen. Sie kümmern und versorgen die Tiere und lernen, Rücksicht zu nehmen.


Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen

Kinder möchten von Anfang an die Welt verstehen und entdecken. Wichtig ist dabei, ihnen einen Anreiz zu geben, Neues auszuprobieren und zu erforschen. Die Entwicklung des Kindes verläuft in Stufen ~ wie eine Treppe ~ nicht kontinuierlich, sondern individuell, nach einem ganz eigenem Tempo. Ich begleite meine Hummeln dabei, Ihre Stärken zu entdecken und fördere sie~ die Gestaltung unserer „Kleinen Farm“ im Hummelhaus und Garten lädt die Hummeln ein, ihre persönlichen Interessen zu entfalten

Körper - Bewegung - Gesundheit

Ich bin ausgebildete Sporttrainerin und lege viel Wert auf Bewegung ~ Bewegung ist der Motor der Seele
Meine Hummeln haben viel Platz und Raum ihre Welt zu erobern und dürfen nach Herzenslust „Attacke machen“. Im Hummelhaus und auch im großen Garten ist alles kindersicher und tobewütig ausgerichtet. Die Hummeln erleben Hebelgesetze, wenn sie wippen und die Erdanziehungkraft, wenn sie rutschen.
Gutgemeinte Hilfestellungen sind Fehl am Platz, denn sie unterstützen keinesfalls die motorische Entwicklung der Hummeln. Kinder erreichen die nächsten Entwicklungsschritte von selbst.

Als ausgebildete Fachkrankenschwester liegt mir der Bereich Gesundheit sehr am Herzen. Meine Hummeln werden vollwertig und jeden Tag frisch bekocht. Ich nehme auf Unverträglichkeiten und Wünsche der Eltern besondere Rücksicht.

Hummelrituale, wie Händewaschen vor dem Essen und nach dem Toilettengang sind selbstverständlich.



Kommunikation, Sprache und Sprechen

Das Sprachzentrum liegt direkt neben dem Motorikzentrum des Gehirns. Daher versteht es sich von selbst, dass Fingerspiele, Reime und Lieder die Sprachentwicklung der Kinder fördern. Meine Hummeln bekommen ein korrektives Feedback von mir und werden auf ihrem sprachlichen Weg begleitet.  Wir schauen uns gern Bilderbücher an ~ ich bin ein Fan vom dialogischem Lesen  Dabei werden die Hummeln ermuntert, mit mir in einen Dialog zu treten und müssen nicht „still und stumm“ daneben sitzen.

Lebenspraktische Kompetenzen

Kinder haben den unbedingten Willen die Welt zu erobern.  Sie erleben, in ihrem Tun, dass sie etwas leisten können.
Die kleinen Hummeln erschließen sich ihre lebenspraktischen Kompetenzen ganz von selbst. Über Nachahmung ihrer Vorbilder lernen sie Alltagshandlungen. Erwachsene sollten Kinder an ihren Tätigkeiten beteiligen lassen und als kompetente Unterstützung werten.
Meine Arbeit liegt darin, zu erkennen, wann eine kleine Hummel bereit und kompetent ist und wo sie noch auf Fürsorge angewiesen ist. Wir decken gemeinsam den Tisch, halten Essenrituale ein (alle beginnen gemeinsam nach „Piep Piep Piep ~Guten Appetit“. Ich integriere meine Hummeln in Haushaltsaufgaben, da sie dabei wertvolle Dinge lernen ~ und auch das Einkaufen gehört zu unserem Tag.


Mathematisches Grundverständnis

Bei diesem Bildungsziel geht es nicht ums Rechnen, sondern um das einfache Verstehen mathematischer Zusammenhänge.  Dazu gehört das Sortieren von geometrischen Formen (Dreiecke, Vierecke, Kreise, etc.) und das Erleben von räumlichen Unterschieden (weiter weg, nah dran, Decke, Fussboden). Auch das Umschütten von Sand oder Erde in verschiedene Gefäße fördert meine kleinen Hummeln.

Ästhetische Bildung

Meine Hummeln möchten sich in ihren Emotionen und Gedanken ausdrücken ~ das biete ich ihnen  mit Fingerfarben, Kleister, Matsch, Erde, Tuschfarben, Kleber, Schere und Vielem mehr an. 
Ich gebe ihnen Material und lasse sie nach ihren Vorstellungen damit arbeiten. Der Weg ist das Ziel…


Natur und Lebenswelt

Meine Hummeln sind mit mir jeden Tag draußen ~ das ist wichtig für viele Sinneserfahrungen und lehrt sie, die Umwelt zu entdecken. Wir sammeln Blätter, Kastanien, Hagebutten und Vieles mehr, um damit zu basteln und spielen. Die Kinder erfahren so ihre Umwelt und lernen viele Dinge daraus.
Wir schauen uns Pferde, Schweine und Tiere aus der Umgebung an und ahmen ihre Geräusche nach.
Durch unsere eigenen Tiere im Haus lernen die Hummeln soziale Kompetenzen und die Fürsorge für andere Lebewesen.


Ethische und religiöse Fragen ~ Grunderfahrungen menschlicher Existenz

Gegenseitige Wertschätzung und Respekt zeigen meinen Hummeln, dass Empathie essentiell ist.  Um ein Gefühl für Gut und Böse zu entwickeln, müssen Kinder gute Vorbilder haben. Das zeige ich ihnen gern und bereite mit ihnen erklärend Feste wie Weihnachten und Ostern vor. Dies hilft ihnen, unsere Kultur zu verstehen und sich zu orientieren.

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